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Was sind Fehlschlüsse?

Fehlschlüsse (auch: Trugschlüsse oder Fallacies) sind fehlerhafte Argumentationsmuster, die gegen die Prinzipien des logischen Denkens verstoßen. Sie weisen strukturelle oder inhaltliche Mängel auf, die die Gültigkeit oder Stichhaltigkeit des Arguments beeinträchtigen.

Alle Fehlschlüsse sind

Merkmale von Fehlschlüssen

  1. Scheinbare Plausibilität: Fehlschlüsse wirken oft auf den ersten Blick überzeugend.

  2. Logische Fehler: Sie enthalten Fehler in der Argumentationsstruktur oder in der Anwendung logischer Prinzipien.

  3. Psychologische Wirksamkeit: Viele Fehlschlüsse sind psychologisch wirksam, weil sie an Emotionen, Vorurteile oder kognitive Verzerrungen appellieren.

  4. Verbreitung: Fehlschlüsse sind in alltäglichen Diskussionen, politischen Debatten, Werbung und sogar in wissenschaftlichen Kontexten weit verbreitet.

Warum sind Fehlschlüsse problematisch?

Fehlschlüsse sind aus mehreren Gründen problematisch:

  1. Sie führen zu falschen Schlussfolgerungen: Fehlerhafte Argumentationsmuster können zu unzutreffenden oder unbegründeten Schlussfolgerungen führen.

  2. Sie behindern produktive Diskussionen: Fehlschlüsse können Diskussionen in die Irre führen und von den eigentlichen Streitpunkten ablenken.

  3. Sie können manipulativ eingesetzt werden: Fehlschlüsse werden oft bewusst eingesetzt, um andere zu täuschen oder zu manipulieren.

  4. Sie erschweren kritisches Denken: Wenn wir Fehlschlüsse nicht erkennen, können wir leicht in die Falle tappen, fehlerhafte Argumente zu akzeptieren.

Arten von Fehlschlüssen

Fehlschlüsse können im wesentlichen in zwei grosse Gruppen eingeteilt werden: Formale und informelle Fehlschlüsse.
Wie wir schon gesagt haben, sind die viele gute Argumente sowieso formal logisch nicht gültig. Wenn sie dann auch noch fehlerhaft sind, dann nennt man sie informelle Fehlschlüsse.

  1. Formale Fehlschlüsse: Diese verstoßen gegen die Regeln der formalen Logik und sind unabhängig vom Inhalt der Aussagen fehlerhaft.
    Diese formalen Fehlschlüsse finden wir vor allem in den Argumentationen, die formal logisch gültig sein sollen, wie in der Mathematik, Logik, Mengenlehre oder in der theoretischen Informatik.

  2. Informelle Fehlschlüsse: Diese sind inhaltlich oder kontextuell problematisch und lassen sich weiter unterteilen in:

    • Relevanzfehlschlüsse: Argumente, die irrelevante Informationen verwenden
    • Ambiguitätsfehlschlüsse: Argumente, die auf Mehrdeutigkeiten oder Unklarheiten basieren
    • Präsumptionsfehlschlüsse: Argumente, die auf unbegründeten Annahmen basieren

Im Folgenden werden wir die wichtigsten Fehlschlüsse aus jeder Kategorie betrachten.